Nun könnte jemand sagen: Manche Menschen haben Glauben; andere vollbringen gute Taten. Dem antworte ich: Ich kann deinen Glauben nicht sehen, wenn du keine guten Taten vollbringst; aber ich kann dir durch mein Handeln meinen Glauben zeigen. (Jakobus 2,18 NL)
Als mein Sohn Karl ein Kleinkind war, stellte ich ihn öfter mal auf den Tisch und forderte ihn auf, in meine Arme zu springen. Glaubte Karl, dass ich ihn auffangen würde? Ja. Woher konnte ich wissen, dass er mir glaubte? Natürlich weil er sprang. Nehmen wir mal an, er würde nicht springen. „Glaubst du denn, dass ich dich fangen werde, Karl?“, rede ich ihm vielleicht zu, worauf er wohl nicken würde. Wenn er aber nie springt, glaubt er dann wirklich, dass ich ihn fange? Nein. Der Glaube ist aktiv, nicht passiv. Der Glaube bezieht einen Standpunkt. Der Glaube wagt den ersten Schritt. Der Glaube macht den Mund auf.
Es gibt viele Christen, die behaupten, einen großen Glauben zu haben, aber in Wirklichkeit sind sie geistlich träge und setzen überhaupt nichts in Bewegung. Glaube ohne Taten ist kein Glaube; er ist tot, nutzlos. Um Gott und seinem Wort zu glauben, müssen wir tun, was er sagt. Wenn Sie nicht tun, was er sagt, dann glauben Sie ihm nicht wirklich. Glaube und Taten sind untrennbar miteinander verbunden.
Leider stellt die christliche Gemeinde von heute oft eine Gruppe von Menschen mit einem übernommenen, aber eher passiven Glauben dar. Wir sind dankbar, dass unsere Sünden vergeben sind und dass Jesus für uns einen Platz im Himmel vorbereitet hat. Aber gleichzeitig ziehen wir unsere Köpfe vor lauter Angst ein und versuchen, es in dieser Welt bis zur Entrückung auszuhalten. Wir behandeln die Gemeinde, als wäre sie ein Krankenhaus. Wir versammeln uns, um uns über unsere Verletzungen auszutauschen und einander zu trösten, während wir sehnsüchtig darauf warten, dass Jesus uns von hier wegholt.
Die christliche Gemeinde ist kein Krankenhaus. Sie ist eher ein militärischer Vorposten mit dem Befehl die Pforten der Hölle zu stürmen. Jeder Christ ist im aktiven Dienst und dazu berufen, seinen Teil zur Erfüllung des großen Missionsauftrags beizutragen (vgl. Matthäus 28,19-20). Wir sind dankbar, dass die Gemeinde auch eine Kranken-station hat, wo wir gemäß unserem Auftrag den Schwachen und Verletzten helfen können. Aber unsere wahre Bestimmung ist die, Boten der Veränderung in der Welt zu sein, einen festen Standpunkt einzunehmen, aus dem Glauben zu leben und etwas für Gott zu bewirken. Wenn Sie sich aber nicht aktiv an den Plänen Gottes beteiligen, sind Sie dann wirklich ein reifer Christ?
“Herr, wenn ich im Glauben nicht vorwärtsgehe und Land einnehme, trete ich nur auf der Stelle oder bewege mich rückwärts. Gib mir heute einen Stups, Herr, damit ich vorwärtsgehe.”
Source: http://www.freedominchrist.eu




