Einigkeit im Geist

„Setzt alles daran, die Einheit zu bewahren, die Gottes Geist euch geschenkt hat; sein Frieden ist das Band, das euch zusammenhält.“ (Epeheser 4,3 NGÜ)

Es macht mir eigentlich nichts aus, biblische Prinzipien zu vertreten und mit dem Konflikt zu leben, der durch Menschen ausgelöst wird, die das Evangelium ablehnen. Ich denke, dass das ein Teil unserer Berufung ist. Doch es betrübt Gott, wenn Menschen mit gut gemeinten Absichten sich gegen nötige Veränderungen auflehnen, und dadurch unser geistlichen Dienst und unsere Arbeit unnötig aufhalten.

Ich sage meinen Studenten, dass ältere, reife Christen in der Gemeinde der größte Schatz sind, den sie in ihren ersten Jahren als Pastoren haben werden. Die größte Mühe werden sie aber mit langjährigen Christen haben, die über die Jahre in ihrem geistlichen Wachstum stecken geblieben sind. Diese Christen können nichts als kritisieren. Sie widerspiegeln heute das gleiche Maß an Liebe und Freundlichkeit wie vor 20 Jahren.

Sie beten nicht an, sondern kritisieren den Anbetungsteil im Gottesdienst. Sie lassen sich nicht mehr von der Bibel richten, sondern richten die Arbeit des Pastors. Sie tragen keine Früchte mehr – in Wirklichkeit verhindern sie sogar, dass Frucht entstehen kann. Sie behaupten, Recht zu haben, und sollten eigentlich heilig sein.

Reife Christen haben gelernt, ihre Freiheit aus Rücksicht auf schwächere Gläubige einzuschränken. Ihr Glaube stützt sich nicht auf Traditionen, deshalb können sie Änderungen in der Gestaltung des Gottesdienstes mit Freuden annehmen, damit die jüngere Generation erreicht wird.

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn jüngere Christen in leitenden Funktionen ganz impulsiv alles verändern wollen, ohne darüber nachzudenken, wie sich dies auf die Gemeinde auswirken könnte. Jeder Schritt, der den Verlust von Gemeinschaft zur Folge hat, ist kein Fortschritt. Wir sollen darauf bedacht sein, die Einigkeit im Geist zu wahren.

Solche Erneuerer scheinen sich nicht bewusst zu sein, dass Geduld eine Frucht des Geistes ist. Die moderne Generation will die Veränderung jetzt. Sie scheint vergessen zu haben, dass Gott alles auf anständige und ordentliche Weise tut. Er verursacht kein Durcheinander.

“Vater, bitte lass es nicht zu, dass ich voller Selbstbedauern und Bitterkeit bin. Lass mich stattdessen offen, fröhlich und unvoreingenommen sein.”

Source: http://www.freedominchrist.eu

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