Es gibt verschiedene Gaben, aber es ist ein und derselbe Geist, der sie uns zuteilt. Es gibt viele verschiedene Dienste, aber es ist ein und derselbe Herr, der uns damit beauftragt. (1. Korinther 12,4-5 NGÜ)
Perspektive entsteht durch Distanz. Schauen Sie sich einmal 1. Korinther 12-14 – den klassischen Bibelabschnitt über Gaben – aus der Distanz an. Bleiben Sie nicht an den Details hängen. Was versucht Paulus zu sagen? Es gibt eine Vielfalt von geistlichen Gaben und Manifestationen des Geistes.
Inmitten der Vielfältigkeit findet man eine Einheit, denn es gibt nur einen Geist und einen Herr. Gott gibt die Gaben, wie er will. Geistesgaben und Manifestationen kommen und gehen und kommen wieder mit dem Ziel, den Willen Gottes zu erfüllen. Was bleibt ist Glaube, Hoffnung, Liebe. Das sind auch die fortwährenden und beständigen Normen, nach denen wir unseren Dienst und unser Leben beurteilen können.
Paulus sagt: „Doch für den Fall, dass sich mein Kommen verzögert, schreibe ich dir diesen Brief, damit du weisst, wie diejenigen sich verhalten sollen, die zum Haus Gottes gehören, zur Gemeinde des lebendigen Gottes, die der Stützpfeiler und das Bollwerk der Wahrheit ist.“ (1. Timotheus 3,15 NGÜ).
Wahrheit ist die Grundfeste unseres Glaubens. Wenn wir die Wahrheit kennen, wird sie uns frei machen, damit wir in der Liebe wachsen und die Hoffnung des ewigen Lebens vor Augen haben. Die Gemeinde hat Gaben erhalten, um dieses Ziel zu erreichen. Gaben sind Mittel zum Zweck oder Ziel und nie ein Ziel in sich selbst. Wenn Gaben zum Selbstzweck werden, dann verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck und werden zum Ursprung geistlichen Hochmuts. Göttlicher Charakter ist unser Ziel und muss uns wichtiger sein als Gaben.
Ein überwältigender Teil der Bibel ermutigt uns, Gott zu suchen und ihm zu vertrauen, dass er uns die Gaben gibt, die für den Gemeindeaufbau nötig sind. „Du sollst weder vorwärtshetzen, noch aufgeben“, – dieser Spruch scheint uns das richtige Gleichgewicht zu geben. Unsere Verantwortung besteht darin, uns dem Heiligen Geist zur Verfügung zu stellen. Wie er uns füllen will, ist seine Verantwortung.
Lasst uns am heutigen Heiligen Abend die grösste aller Gaben betrachten: Die Gabe des ewigen Lebens. Wir wollen ihm danken für das gewaltige Opfer der Liebe. Jesus kam, damit wir Leben haben können und gab sein Leben dann für uns dahin. Das Friedenskind wurde geopfert, damit wir Frieden mit Gott erhalten. Was könnte Weihnachten überhaupt zum grösseren Freudenfest machen?
Source: https://www.freedominchrist.eu



