Darum macht euch gegenseitig Mut und helft einander im Glauben weiter, wie ihr es ja auch jetzt schon tut.. (1. Thessalonicher 5,11 NGÜ)
Jesus hat seine Jünger in erster Linie mit folgenden Worten berufen: «Kommt zu mir» (Matthäus 11,28) und «Folgt mir nach» (Matthäus 4,19). Markus schreibt: «Er wählte zwölf von ihnen aus, die ihn ständig begleiten sollten, und nannte sie Apostel. Er wollte sie aussenden, damit sie predigen und mit Vollmacht Dämonen austreiben.»
Beachten Sie, dass die Beziehung von Jesus mit seinen Jüngern seinem Auftrag vorausging. Jüngerschaft ist das tiefe persönliche Engagement von zwei oder mehr Personen, die einander helfen, eine wachsende Beziehung zu Gott zu entwickeln. Nachfolge bedeutet sein, bevor etwas getan wird. Reife kommt vor dem Dienst, Charakter vor der Karriere.
Jeder Christ, auch Sie, ist beides, sowohl ein Jünger als auch eine Person, die andere zur Nachfolge ermutigt. Sie haben das fantastische Vorrecht und die Verantwortung, sowohl Schüler als auch Lehrer dessen zu sein, was in Christus sein und im Geist und durch den Glauben leben bedeutet.
Vielleicht tragen Sie bereits in Ihrer Familie, in der Kirche oder in Ihrem christlichen Umfeld eine besondere Verantwortung, andere spezifisch in ihrer Nachfolge zu fördern, als Ehemann/-frau, Vater oder Mutter, Pastor, Sonntagsschullehrer/-in, Jüngerschaftsleiter/-in usw.
Aber sogar in Ihrer Position als Lehrer sind Sie gleichzeitig auch ein Schüler, der von Christus lernt und durch seine Beziehungen mit anderen im Glauben wächst.
Umgekehrt sind Sie immer auch einer, der andere zu Jüngern macht, selbst wenn Sie keinen „offiziellen“ Auftrag dafür haben. Durch Ihre liebevolle und engagierte Beziehung zu Ihren Kindern, Ihren Freunden und anderen Christen haben Sie die Möglichkeit, sie beim geistlichen Wachstum zu unterstützen.
Gleichermassen ist jeder Christ in seinem christlichen Umfeld sowohl Ratgeber als auch Ratsuchender. Ein guter Ratgeber sollte übrigens auch ein guter Ermutiger für die Jüngerschaft sein und umgekehrt. Biblisch gesehen sind es dieselben Funktionen.
Ihre geistliche Reife mag dazu dienen, dass Sie sich in der christlichen Beratung stark engagieren. Doch wird es auch Zeiten geben, wo Sie selbst Rat von anderen Christen suchen oder empfangen müssen. Es wird nie einen Tag geben, wo wir einander nicht brauchen.
“Vater, hilf mir, mich daran zu erinnern, dass ich nie so reif sein werde, dass ich den göttlichen Ratschlag von meinen Brüdern und Schwestern in Christus nicht mehr nötig hätte.”
Source: www.freedominchrist.eu



