Nicht von Menschenfurcht bestimmt sein

Der Herr steht zu mir, deshalb fürchte ich mich nicht. Was können mir Menschen anhaben? Der Herr steht zu mir und hilft mir und ich werde über meine Feinde triumphieren. Es ist besser, auf den Herrn zu vertrauen, als sein Vertrauen auf Menschen zu setzen. (Psalm 118,6-8 NL)

In Psalm 118,6 spricht David eine Furcht an, die unter Christen allgemein bekannt ist: die Menschenfurcht. Eine ängstliche Person hat schnell eine Antwort darauf: „Ich kann dir sagen, was mir ein Mensch antun kann. Er kann mich ausnutzen, er kann mir meine Arbeitsstelle kündigen oder mich sogar umbringen.“

Das stimmt, aber Jesus sagt uns, dass wir solche Furcht ablegen sollen: „Habt keine Angst vor denen, die euch umbringen wollen. Sie können nur euren Körper töten; eure Seele ist für sie unerreichbar. Fürchtet allein Gott, der Leib und Seele in der Hölle vernichten kann.“ (Matthäus 10,28 NL). Wenn Gott nicht Ihr Zufluchtsort ist, dann wird Ihr Leben von Menschenfurcht beherrscht sein.

Gott setzte Saul als ersten König über Israel ein und befahl, Amalek mit seiner ganzen Familie samt Anhang und Besitz zu vernichten. Leider war Saul nicht in allem gehorsam. Samuel konfrontierte Saul und nach allerlei Ausreden bekannte er schliesslich: „Ich habe gesündigt. Ich habe deine Anweisungen und den Befehl des Herrn nicht befolgt, denn ich hatte Angst vor dem Volk und tat, was es verlangte.“ (1. Samuel 15,24 NL). Dann verwarf Gott Saul als König des Volkes Israel. Er war nicht der einzige König, der abgesetzt wurde, weil er Menschen mehr fürchtete als Gott.

Angenommen, Sie werden durch Ihren Vorgesetzten eingeschüchtert. Sie arbeiten voller Angst von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr abends. Welche Macht hat er über Sie? Er könnte Sie entlassen! Wie könnten Sie dieser Macht entkommen? Sie könnten die Kündigung selbst einreichen oder sich bereit erklären, dies zu tun. Wenn Sie Ihrem Vorgesetzten die Möglichkeit nehmen, sich über Sie zu stellen, dann kann er Sie nicht länger einschüchtern. Gottes Wort sagt: „Darum fürchtet euch nicht vor dem Leid, das euch die Menschen zufügen, und lasst euch von ihnen nicht einschüchtern. Christus, der Herr, soll der Mittelpunkt eures Lebens sein.“ (1. Petrus 3,14-15 HF)

Ich empfehle Ihnen nicht, sich gegen Ihren Vorgesetzten aufzulehnen oder sich ihm gegenüber verantwortungslos zu verhalten. Angestellte sollen ihren Vorgesetzten gehorchen. Und wir sollen unsere Arbeit fröhlich tun für Gott und nicht für Menschen (vgl. Kolosser 3,22-23). Wenn Gott aber Ihre Zuflucht ist, dann sind Sie befreit, um ein verantwortungsvolles Leben zu führen. Falls Sie aber Ihre Arbeitsstelle tatsächlich verlieren
sollten, haben Sie die Zusage Gottes, dass er alle Ihre Bedürfnisse erfüllen wird.

“Herr, lass mich bestrebt sein, Gott zu gefallen und nicht Menschen. Gib mir die Kraft, für die Wahrheit einzustehen, auch wenn es etwas kostet.”

Source: www.freedominchrist.eu

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