Alle, die sich ein Feuer anzünden und mit Brandpfeilen ausstatten, sollen in ihr eigenes Feuer laufen und ihre eigenen Brandpfeile zu spüren
bekommen. Dafür werde ich sorgen. Ihr werdet Qualen erleiden. (Jesaja 50,11 NL)
Wenn Ihr Weg sich plötzlich verdunkelt, dann sollten Sie nicht Ihr eigenes Licht anzünden. Sobald wir unser Leben nicht mehr aus Gottes Perspektive sehen, neigen wir oft dazu, aus unserer eigenen Perspektive heraus zu handeln. Widerstehen Sie dem Drang, Ihr eigenes Licht anzuzünde.
In Jesaja 50,11 redet Gott nicht vom Feuer des Gerichts, sondern vom Feuer als Lichtquelle. Gott lässt es zu, wenn wir mit eigenen Methoden einen Ausweg aus der Dunkelheit suchen, anstatt auf Gottes Licht zu warten, aber wir werden uns dadurch in Schwierigkeiten bringen.
Lassen Sie mich dies veranschaulichen: Gott rief Abraham von Ur in das verheissene Land. In 1. Mose 12 schloss Gott einen Bund, wobei er Abraham mehr Nachkommen versprach als Sandkörner am Meer oder Sterne am Himmel. Abraham lebte sein Leben im Licht dieser Verheissung, aber dann löschte Gott das Licht aus.
Es vergingen so viele Jahre, dass es für seine Frau Sarah nicht mehr möglich war, Kinder zu gebären. Gottes Führung war doch so klar gewesen, aber nun schien es, als ob Abrahamm Gott bei der Ausführung seines Planes behilflich sein müsste. Wer könnte Abraham böse sein, dass er sein eigenes Licht anzündete? Sarah steuerte Abraham das Zündhölzchen bei, indem sie ihm ihre Magd anbot. Aus dieser Vereinigung wurde das arabische Volk geboren, das seit jeher mit dem jüdischen Volk im Konflikt steht. Abraham zündete sein eigenes Licht an und Gott liess es zu, aber daraus entstand viel Elend.
Vielleicht müssen wir nicht so lange warten wie Abraham, aber unsere Dunkelheit kann wochenlang, monatelang und vielleicht für gewisse Menschen sogar jahrelang andauern. Doch Gott hat den Überblick und er weiss ganz genau, durch welches Knopfloch er Sie ziehen kann. Wenn Ihr Glaube aufs Äusserste getestet wird und Sie daran fast zerbrechen, dann schlüpft der Knopf endlich durch und hält, so dass er nicht wieder aufgeht.
Dunkle Zeiten sind schwierige Zeiten, Herr, aber ich danke Dir, dass ich dadurch im Vertrauen zu Dir gewachsen und reif geworden bin.
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