Definition von Disziplin

Wenn ihr also Nöte durchmachen müsst, dann seht darin Gottes Absicht, euch zu erziehen. Er macht es mit euch wie ein Vater mit seinen Kindern. Oder gibt es einen Sohn, der von seinem Vater nicht mit strenger Hand erzogen wird? (Hebräer 12,7 NGÜ)

In der Kindererziehung besteht ein wichtiger Unterschied zwischen Disziplin und Strafe. Strafe bezieht sich auf die Vergangenheit. Strafe besteht darin, dass ich mich bei meinem Kind revanchiere für seine Tat, die mir auf irgendeine Weise Schmerzen bereitet hat. „Du hast meinen Tag ruiniert, deshalb werde ich dir deinen Tag auch ruinieren.“

Das Motiv ist Rache. Wir werden aber klar angewiesen, keine Rache zu üben (vgl. Römer 12,19). Gott allein weiß, wie viel Rache unter dem Deckmantel der Disziplin ausgeübt wurde.

Eine gedemütigte Frau erzählte mir von einer Erfahrung mit Rache, die sie mit ihrer Tochter gemacht hatte. „Neil, Mandy machte missgelaunt kleine Löcher in meine Zahnpastatube, deshalb machte ich dasselbe auch mit ihrer Zahnpastatube.

,Schau mal, ob Dir so etwas gefällt‘, sagte ich zu ihr. Mandy sah mich mit gekränktem Gesichtsausdruck an. ‚Man soll nicht Böses mit Bösem vergelten‘, antwortete sie. Ich merkte plötzlich, dass keine von uns beiden von meinem Racheakt profitieren konnte.“

Disziplin dagegen ist zukunftsorientiert. Wir lesen in Hebräer 12,11 (NGÜ): „Mit strenger Hand erzogen zu werden tut weh und scheint zunächst alles andere als ein Grund zur Freude zu sein. Später jedoch trägt eine solche Erziehung bei denen, die sich erziehen lassen, reiche Früchte: Ihr Leben wird von Frieden und Gerechtigkeit erfüllt sein.

Wir strafen die Kinder nicht für etwas, was sie getan haben, sondern wir erziehen sie, damit sie dasselbe nicht wieder tun. Disziplin beeinflusst eine Entscheidung, die in Zukunft getroffen wird. Disziplin ist ein Beweismittel unserer Liebe, keine Lizenz, um Gleiches mit Gleichem zu vergelten.

Die Erziehungsmethode, die wir bei unseren Kindern anwenden, soll sich nach der Erziehungsmethode Gottes richten, die er in unserem Leben anwendet. Weil Gott uns erzieht, merken wir, dass wir seine geliebten Kinder sind und nicht ungeliebte oder unrechtmäßige.

Gott erzieht uns, damit wir an seiner Heiligkeit teilhaben können. Die Bibel gibt zu, dass es nicht immer angenehm ist, erzogen zu werden. Aber kann ein undiszipliniertes Leben je Freude hervorbringen? Das gleiche gilt auch für das Leben Ihres Kindes.

“Gott, Vater, ich möchte gerne meine Kinder so erziehen, wie Du mich erziehst: mit Weisheit und Liebe.”

Source: http://www.freedominchrist.eu

Facebooktwitterlinkedintumblr

Lascia una risposta

Il tuo indirizzo email non sarà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *