Und auch der Geist Gottes tritt mit Flehen und Seufzen für uns ein; er bringt das zum Ausdruck, was wir mit unseren Worten nicht sagen können. Auf diese Weise kommt er uns in unserer Schwachheit zu Hilfe, weil wir ja gar nicht wissen, wie wir beten sollen, um richtig zu beten.. (Römer 8,26-27 NGÜ)
Wir wissen manchmal wirklich nicht, wie wir beten oder was wir beten sollen. Aber der Heilige Geist weiß es und kommt uns in unserer Schwachheit zu Hilfe. Hilfe ist ein faszinierendes Wort im Griechischen (sunantilambano). Zwei Präpositionen stehen vor dem Wort nehmen.
Der Heilige Geist kommt auf unsere Seite, hilft uns auf und bringt uns auf die andere Seite. Der Heilige Geist verbindet uns mit Gott. Er vertritt uns vor Gott. Das Gebet, das uns der Heilige Geist eingibt, ist ein Gebet, auf das Gott, der Vater, immer eingeht.
Wie hilft uns der Vater in unserer Schwachheit? Ich wusste es nicht, bis ich eines Abends bei der Vorbereitung einer Andacht über das Thema Beten im Geist etwas ausprobierte. Ich betete: «Also Herr, ich lege meine Notizen jetzt beiseite und rechne damit, dass die Gedanken, die mir jetzt einfallen von dir sind oder von dir zugelassen sind. Ich überlasse dir die Führung.»
Alles, was mir an diesem Abend in den Sinn kam, legte ich im Gebet vor Gott. Wenn mir eine Versuchung in den Sinn kam, sprach ich mit Gott über diese Schwachstelle meines Lebens. Wenn die Betriebsamkeit des Tages meine Gedanken erfüllte, legte ich meine Pläne vor Gott. So behandelte ich alle Gedanken, die mir in den Sinn kamen.
Ich ließ mich nicht einfach passiv von den Gedanken beherrschen. Ich war aktiv und nahm jeden Gedanken gefangen, damit er Christus gehorsam wurde (vgl. 2. Korinther 10,5). An diesem Punkt muss ich Sie warnen, dass Sie – wenn Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen – möglicherweise einem irreführenden Geist Gehör schenken könnten (vgl. 1. Timotheus 4,1).
Wenn Sie diese Art des Gebets wagen, dann werden Sie erfahren, wie persönlich Gott tatsächlich ist. Wenn Gott unsere Gebetspunkte bestimmen und nach Prioritäten ordnen darf, dann beginnt er mit persönlichen Dingen, die unsere Beziehung zu Ihm betreffen.
«Gut», sagt Gott, «du erzählst anderen Menschen immer wieder, dass du eine persönliche Beziehung zu mir hast. Dann lass uns jetzt mal persönlich werden …»
“Herr, zeige mir, was damit gemeint ist: Im Geist zu beten, und zwar in meiner innersten, persönlichen Beziehung zu Dir.”
Source: http://www.freedominchrist.eu



