Jenseits menschlicher Hoffnung

Es kommt eine Zeit im Leben, in der bestimmte Situationen jenseits aller menschlichen Hoffnung zu gehen scheinen. Es gibt keinen Rat, keinen Arzt, keine Medizin oder irgendetwas anderes, das helfen kann. Die Situation ist unmöglich geworden. Es bedarf eines Wunders, sonst endet es in Verwüstung.

In diesen Momenten ist die einzige Hoffnung, die bleibt, dass jemand zu Jesus geht. Es spielt keine Rolle, wer es ist, Vater, Mutter oder Kind. Diese Person muss die Verantwortung übernehmen, um Jesus zu fassen. Und sie müssen festlegen: “Ich gehe erst, wenn ich vom Herrn gehört habe. Ich gehe nicht, bis ich die Stimme des Herrn höre. Er muss mir sagen: ‘Es ist erledigt. Jetzt geh deinen Weg’.”

Im Johannesevangelium finden wir eine solche Familie in der Krise: “Und da gab es einen königlichen Beamten, dessen Sohn lag krank in Kapernaum.” (Johannes 4:46). Dies war eine vornehme Familie, vielleicht sogar königlich. Ein Geist des Todes hing über dem Haus, als die Eltern ihren sterbenden Sohn pflegten. Möglicherweise gab es andere Familienmitglieder im Haus, vielleicht Tanten und Onkel, Großeltern oder andere Kinder. Denn es wird uns gesagt, dass hernach das ganze Haus gläubig geworden sei, auch die Knechte: “Und er [Der Vater] glaubte samt seinem ganzen Hause” (4:53).

Jemand in dieser bekümmerte Familie wusste, wer Jesus war und hatte von seiner wunderbaren Macht gehört. Irgendwie kam es der Familie zu Ohren, dass sich Christus in Kana aufhielt, etwa fünfundzwanzig Meilen entfernt. In seiner Verzweiflung beschloss der Vater, zum Herrn zu gehen. Die Schrift sagt uns: “Als dieser hörte, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa gekommen sei, ging er zu ihm” (4:47).

Dieser Edelmann hatte eine starke Entschlossenheit und ging zu Jesus. Die Bibel sagt: “Er bat ihn, er möchte hinabkommen und seinen Sohn gesund machen; denn er lag im Sterben” (4:47). Was für ein wunderbares Bild der Fürbitte. Dieser Mann legte alles beiseite, um den Herrn zu bitten, ein Wort zu sagen.

Christus antwortete ihm: “Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht!” (4:48). Was meinte Jesus damit? Er sagte dem Adligen, dass eine wundersame Befreiung nicht sein dringendes Bedürfnis sei. Stattdessen, war das grösste Problem dieses Mannes sein Glaube. Denkt darüber nach: Christus hätte in das Haus dieser Familie gehen können, und dem Knaben die Hände auflegen und ihn heilen. Und die ganze Familie hätte gewusst, dass Jesus Wunder vollbrachte.

Christus wollte mehr für diesen Mann und seine Familie. Er wollte, dass sie glaubten, er sei Gott im Fleisch. Also sagte er zu dem Adligen im Wesentlichen: “Glaubst du, es ist Gott, den du um dieses Bedürfnis bettelst? Glaubst du, dass ich der Christus bin, der Retter der Welt?”. Der Edelmann antwortete: “Herr, komm hinab, ehe mein Kind stirbt!” (4:49). An diesem Punkt muss Jesus den Glauben an diesen Mann gesehen haben. Es war, als ob Jesus sagte: “Er glaubt, dass ich Gott im Fleisch bin.” Denn als nächstes lesen wir: “Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt!” (4:50).

Source: http://davidwilkersontoday.blogspot.com

Leave a Reply