Vertraue von ganzem Herzen auf den Herrn und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Denke an ihn, was immer du tust, dann wird er dir den richtigen Weg zeigen. (Sprüche 3,5-6 NL)
Unzählige Christen sind in einem Zustand mangelnder geistlicher Wahrnehmung. Ihr Glaubensleben wurde mehr oder weniger mattgesetzt. Sie merken nicht, dass ein Kampf um ihre Gesinnung stattfindet. Wenn angefochtene Christen sich der Art des Konflikts bewusst werden und merken, dass sie durch die Erneuerung ihrer Gesinnung verändert werden können, dann erleben sie Freiheit.
Das Mittel, das Gott sich für unsere Lebensgestaltung ausgedacht hat, heißt Glaube; der menschliche Weg hingegen geht über die Vernunft. Diese beiden befinden sich oft im Streit miteinander. Nicht etwa, weil der Glaube unvernünftig wäre oder weil wir unsere Verantwortung, vernünftig zu denken, aufgeben sollten. Ganz im Gegenteil: Gott verlangt, dass wir vernünftig denken und entscheiden.
Gott ist ein rationaler Gott und er wirkt konkret durch unsere Fähigkeit, vernünftig zu denken. Das Problem ist eher, dass unsere Fähigkeit vernünftig zu denken, beschränkt ist. Der Herr sagt: «So viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken» (Jesaja 55,9; NL).
Wir können Gottes Gedanken nicht mit unserer menschlichen Vernunft nachvollziehen, deshalb brauchen wir die göttliche Offenbarung. Nun können wir nach Gottes Berufung leben, d. h. durch den Glauben handeln, was ich jetzt einmal ‚Plan A’ nenne. Oder wir können nach unseren Vorstellungen leben, d. h. gemäß unserer beschränkten Denkstrukturen, also nach ‚Plan B’.
Plan B gründet sich auf unsere Neigung, alles vernunftsmäßig erklären zu wollen: «Das sehe ich aber anders als Gott»; «Das glaube ich nicht», und schon machen wir, was wir wollen. Salomo drängt uns, immer nach Gottes Plan zu handeln, wenn er in Sprüche 3,5-6 sagt: «Verlass dich nicht auf deinen Verstand» (Plan B), «denke an ihn, was immer du tust» (Plan A).
Die Wirksamkeit von Plan A in Ihrem Leben wird bestimmt durch Ihre persönliche Überzeugung, dass Gottes Weg immer der richtige ist (Römer 8,28) und Sie ihm daher gehorchen wollen. Die Wirksamkeit von Plan B wird bestimmt von der Zeit und Kraft, die Sie aufwenden, um Gedanken zu pflegen, die sich gegen Gottes Wort richten.
Eigentlich wissen Sie ja, dass Gottes Weg der beste ist. Doch sobald Sie mit Gedanken oder Ideen spielen, die nicht mit Gottes Wort übereinstimmen, haben Sie sich schon einen Plan B zurechtgelegt für den Fall, dass Plan A versagen sollte. Ist es vernünftig, unseren eigenen Weg anstatt Gottes Weg zu wählen?
“Herr, ich habe genug von eigensüchtiger, mittelmäßiger Planung. Ich entscheide mich, meinen Willen deinem perfekten Plan unterzuordnen und überlasse Dir die Folgen.”
Source: http://www.freedominchrist.ch



