Doch Gottes Erbarmen ist unbegreiflich gross! Wir waren aufgrund unserer Verfehlungen tot, aber er hat uns so sehr geliebt, dass er uns zusammen mit Christus lebendig gemacht hat. (Epheser 2,4-5 NGÜ)
Jenny war eine hübsche 23-jährige Christin mit einer liebenswürdigen Ausstrahlung. Sie kam aus einer liebevollen Familie und einer guten Gemeinde. Aber sie war innerlich zerrissen, weil sie in ihrem Leben nur deprimierende Erfahrungen gemacht hatte. Sie war vom College geflogen und stand kurz vor der Kündigung ihres Arbeitsplatzes. Jahrelang hatte sie unter Essstörungen gelitten und keine medizinische Behandlung schien ihre Probleme zu lösen.
Ich war gerade dabei, eine vierwöchige Freizeit zur geistlichen Zurüstung für unsere Seminaristen vorzubereiten und mir war klar, dass Jenny auch teilnehmen sollte, auch wenn sie nicht Theologie studierte. Ich lud sie ein und zu meiner Überraschung sagte sie zu. Bald nach unserer Ankunft im Freizeitheim setzte ich mich mit Jenny zusammen.
„Ich habe dich nicht hierher eingeladen, um dein Verhalten zu ändern, Jenny“, sagte ich zu ihr. „Dein Verhalten ist nicht das Problem.“
„Wie bitte? Man hat mir doch immer gesagt, mein Verhalten sei die Ursache all meiner Probleme“, erwiderte sie überrascht.
„Über dein Verhalten mache ich mir gar keine Sorgen. Ich bin am Inhalt deines Glaubens interessiert. Ich bete darum, dass du deinen Glauben in Bezug auf Gott und deine Identität in Christus änderst. Du bist kein Versager. Du bist ein Kind Gottes, nicht besser und nicht schlechter als alle anderen Freizeitteilnehmer. Nun möchte ich, dass du anfängst, das zu glauben, weil es die Wahrheit ist.“
Zum ersten Mal in ihrem Leben wurde Jenny als die wertvolle Person, die sie in Gottes Augen war, bestätigt. Und sie begann, dies zu glauben. Während der nächsten 30 Tage fand eine wunderbare Verwandlung in Jenny statt. Ihre Lebensumstände änderten sich nicht, aber Jenny selbst veränderte sich gewaltig.
Zu oft versuchen wir, lediglich unser Verhalten anstatt unseren Glauben zu ändern. Das funktioniert einfach nicht. Wir müssen unsere Glaubensvorstellungen korrigieren, bevor sich eine bedeutende Veränderung in unserem Verhalten einstellen kann. Nichts wird unser Verhalten mehr verändern, als die wahre Erkenntnis Gottes und wer wir als seine Kinder sind.
“Vater im Himmel, was für ein befreiendes Vorrecht, Dich Vater zu nennen und zu erkennen, dass ich Dein Kind bin.”
Source: https://www.freedominchrist.eu/



