Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht. Legt euren Zorn ab, bevor die Sonne untergeht. (Epheser 4,26 NGÜ)
Nehmen wir an, Sie hätten die Möglichkeit, Ihrem Kind das Beste zu geben. Wie würden Sie als Eltern sein? Welche Rolle würden Sie spielen, wenn es um die Frage ginge, was Ihr Kind sein und tun sollte? Vielleicht wären Sie geneigt, so zu reagieren wie die Eltern des Mädchens Jill.
Jills Eltern waren in der Hightech-Industrie beschäftigt und dem Namen nach Christen. Jill wurde stets jede Möglichkeit geboten, die Beste zu sein. Von den Eltern zur Perfekti-on angespornt, hatte sie sehr gute Schulnoten. Ihre Eltern wünschten, dass sie dieselbe Universität besuchte, die sie besucht hatten und derselben Studentenvereinigung beitrat, der schon ihre Mutter beigetreten war, doch sie wollte auf eine christliche Universität gehen.
Als Jill in mein Büro kam, war sie magersüchtig, kämpfte mit quälenden Gedanken und hatte sich geritzt. In der Liste der Menschen, denen sie vergeben musste, kamen ihre Eltern an erster Stelle. Zu Beginn versuchte sie noch, ihre Tränen zu unterdrücken.
„Herr, ich vergebe meinem Vater dafür, dass er sich überhaupt nicht fragt, was ich mit meinem Leben wirklich tun möchte.“
Dann liess sie ihren Tränen freien Lauf und sie konnte Freiheit in Christus finden. Die Stimmen waren weg, das Ritzen hörte auf und ihre Gedanken kamen zur Ruhe. Die geistliche Komponente ihres Problems war gelöst.
Bald darauf konnte auch ihr Beziehungsproblem gelöst werden. Geleitet durch ihren Berater schloss sie mit ihren Eltern einen Kompromiss. Sie besuchte für ein Jahr die Universität ihrer Eltern und wechselte dann mit dem Segen ihrer Eltern an eine christliche Universität.
Ich sage nicht, dass fehlgeleitete, kontrollierende Eltern bei ihren Kindern immer geistliche Probleme verursachen. Aber Eltern, die nicht lernen, ihren Kindern die Wahrheit in Liebe zu sagen oder im Zorn nicht zu sündigen, geben Satan in ihren Familien Raum (vgl. Epheser 4,25-27).
Wenn Sie und Ihre Kinder nicht lernen, einander innerhalb der engen Familienbeziehung zu ertragen und zu vergeben, dann verschaffen Sie Satan einen Vorteil (vgl. Kolosser 3,13 und 2. Korinther 2,10-11). Wenn Sie sich nicht demütigen, Ihre unterschwelligen Ängste auf den Herrn werfen und wachsam und besonnen sind, dann könnten Sie von Ihrem Erzfeind, dem Teufel, verschlungen werden (vgl. 1. Petrus 5,8).
“Herr, lass mich in meiner Familie echt und aufrichtig sein, damit jeder so sein darf, wie Du sie/ihn geschaffen hast.”
Source: https://www.freedominchrist.eu



